über mich

 

  • geboren 1975 in Dresden  |  2010 bis 2021 Köln  | Frühling 2021 Umzug nach Brandenburg | Sommer 2021 Rückkehr nach Dresden
  • 1993 – 1995: Studium der Kunst und Germanistik an der TU Dresden
  • zwischenzeitlich: Zeitungsredakteurin, Fotografin, Presseverantwortliche eines Großveranstalters, zwei Burn outs
  • 2015 – 2017: Studium mit Diplom im Fach Malerei an der Freien Kunstschule Köln
  • im Anschluss ein Semester Meisterstudium bei Alexander Rudy
  • November 2017 Gründung der freien Künstlergruppe Kunst für Menschen
  • April 2018 – September 2019: drei Semester Studium der altmeisterlichen Malerei an der Fine Art Academy Cologne bei Michael Hutter, Ivan P. Dimov und Guil Zekri
  • seit März 2019 freischaffend unter meinem bürgerlichen Namen Katja Tomzig mit den „Facetten der Schöpfung“ (bis dahin als Kato)
  • seit Herbst 2019 in Köln vertreten durch Galerie KARAK, Naumannstraße 7

 

Meine Bildreihe FACETTEN DER SCHÖPFUNG

Bis zum Beginn des Jahres 2019 habe ich so an der Welt gelitten, dass ich meine Arbeit unter dem Pseudonym Kato dazu benutzt habe, die Betrachter über all die Missstände und Ungerechtigkeiten zu informieren. Um das ganz unmissverständlich tun zu können, habe ich für mein zweites Kunststudium ab 2015 gezielt Schulen gesucht, die das altmeisterliche Mal- und Zeichenhandwerk vermitteln. Diese habe ich erst in der Freien Kunstschule Köln und anschließend in der Fine Art Academy Cologne gefunden.

Je näher ich mir selbst komme, desto klarer ist mir, dass ich aufhören muss, gegen etwas zu sein und die Situationen, mit denen ich nicht einverstanden bin, nicht noch erst recht zu manifestieren, indem ich sie bildhaft festhalte und somit natürlich auch die Betrachter dazu bringe, sie durch ihre Aufmerksamkeit mit neuer Energie zu speisen.

Das führte dazu, dass ich Anfang 2019 von einer hartnäckigen Erkältung für vier Wochen auf mein Sofa gelegt wurde. Krank genug, liegen zu wollen – nicht so krank, den Drang zu Malen schwinden zu lassen. Und da kamen sie zu mir: meine Schöpferbilder.

Ich wollte unbedingt malen und da das im Liegen mit Ölfarbe extrem umständlich ist, erinnerte ich mich an ein bereits 2005 zufällig entdecktes Farb-Abenteuer, das jetzt geradezu wie gemacht für die Situation erschien: Ich hatte damals eine Glasplatte zum Mischen verwendet und zum ersten Reinigen immer ein Blatt Papier auf die Wasser-Farb-Mischung gelegt und wieder abgezogen. Eines morgens nach einer durchlesenen Nacht entdeckte ich in den Blättern viele spannende Wesen und begann sie nachzuzeichnen, aus dem Blatt heraus zu malen.

Inspiriert stand ich von meinem Sofa auf, „bekleckerte“ mir auf diese Art einen kleinen Stapel Papier, ließ die Blätter trocknen und verzog mich mit ihnen, einem Klemmbrett und all meinen Bunt- und Aquarellstiften aufs Krankenlager. Es war schon ein Wunder: In kürzester Zeit kamen durch mich zehn Bilder in die Welt, wie ich sie noch nirgendwo gesehen hatte. Und das Malen machte eine riesige Freude. Und – oh weiteres Wunder – sie kamen an, richtig gut sogar. Alle, denen ich sie zuerst zeigte riefen „Ah“ und „Guck mal dort“ und „da ist ja ein Einhorn und ein Krokodil…“ und „Das ist ja herrlich!“.

Spontan nannte ich sie „Schöpferbilder“, denn schließlich denke ich nicht „ich will jetzt das und das malen und es soll so und so aussehen“ und gehe dann ans Werk. Nein, es ist immer alles schon da und zeigt sich mir und ich mache es nur deutlicher sichtbar. So werden sie geschöpft, die Bilder mit den vielen Geschöpfen. Von unser aller Schöpfer und mir, die ich – wie wir alle – ja auch wieder Schöpfer bin;)

Und doch wurden sie recht bald noch einmal umbenannt, denn ein freundlicher Kollege in meinem damaligen katholischen Wohnort Köln machte mich gutwillig darauf aufmerksam, dass der Name ungünstig sei, da viele denken würden, ich sei größenwahnsinnig und hielte mich für Gott. Da ich als nichtreligiöser Mensch solchen Diskussionen lieber aus dem Weg gehe, habe ich die Serie umbenannt in „Facetten der Schöpfung“. Und damit kann ich gut leben.

Was können meine Bilder bewirken? Dass die Betrachter sich wohl fühlen, geborgen, die Freude empfinden, die ich beim Malen erlebe, eine Ahnung von den vielen Möglichkeiten bekommen, die uns allen in jedem Augenblick zur Verfügung stehen. Wir uns mit Freude jeden Moment entscheiden können für eine neue Welt voller Liebe, Respekt, Fülle, Freiheit, Kreativität, Individualität, Gleichwertigkeit und Miteinander. Wir uns erkennen im Ich-bin-Du.

Und ganz besondere Freude empfinde ich, wenn sich jemand mit mir über eines meiner Bilder unterhält und mir erzählt, was sie oder er darin entdeckt – wir finden immer Dinge, die wir selbst noch nicht gesehen haben. Es ist jedes mal eine große Bereicherung auf beiden Seiten und eine wunderbare gemeinsame Zeit! Danke.

 

Wie man hier schön sieht, hat mich das MEHR zwischen Himmel und Erde und darüber hinaus schon immer am meisten interessiert;)

Kosmonaut im Weltall – 1981