
„Meine Arbeiten zeigen Geschöpfe und Szenen, die nicht meiner Phantasie entstammen, sondern aus einem Farbfleck oder Kaffeesatz vor mir aufsteigen. Schon als Kind war mir klar, daß um uns herum viel mehr ist als wir landläufig sehen können. Deshalb mag ich die Vorstellung, von den Wesen ausgesucht worden zu sein, sie mit Pinsel und Stift sichtbar zu machen. Ich nenne sie FACETTEN DER SCHÖPFUNG.
In erster Linie möchte ich Freude und Zuversicht in die Welt bringen. Alle Bilder laden zu einem erholsamen Kurzurlaub im Kopf ein, der die Gedanken befreit. Dadurch wird neuer Raum geschaffen – ich erinnere euch an eure eigene Schöpferkraft, indem ich euch zeige, wie es aussehen kann, wenn man Herz und Blick weitet und Neues zuläßt. Wir leben in einer spannenden Zeit, in der alles möglich ist.
Es liegt in uns, was wir daraus machen. Laßt es etwas Gutes sein.“ Katja Tomzig im Sommer 2020
(Die ausführliche Variante zum Hintergrund meiner Arbeit findet sich ganz unten auf dieser Seite.)
Mein Arbeitsleben in Stichpunkten
geboren 1975 in Dresden | 2010 bis 2021 Köln | Sommer 2021 Rückkehr nach Dresden
- 1993 – 1995: Studium der Kunst und Germanistik in Dresden
- dazwischen: Alternative Gastronomie / Buchverkäuferin, Eventmanagerin, Zeitungsredakteurin, PR-Verantwortliche beim Großveranstalter
- 2015 – 2017: Studium mit Diplom im Fach Malerei an der Freien Kunstschule Köln
- im Anschluß ein Semester Meisterstudium bei Alexander Rudy (vorzeitig beendet für die Pflege meiner Eltern)
- November 2017 Gründung der freien Künstlergruppe „Kunst für Menschen“ in Köln
- April 2018 – September 2019: drei Semester Studium der altmeisterlichen Malerei an der Fine Art Academy Cologne
- seit März 2019 freischaffende Künstlerin
- von Herbst 2019 bis Herbst 2022 in Köln vertreten durch Galerie KARAK
- Mitglied VG Bild+Kunst
PROJEKTE
Sommer 2025 GANZ NEU: Projekt Sächs’sche Kaffee-Grotesken
Was macht eine echte Kaffee-Sächsin, wennse Malerin is und im Atelier weder fließend Wasser noch eine Mülltonne hat und nicht will, daß der Kaffeesatz bei der Hitze bis zum nächsten Arbeitstag in der Kanne schimmelt oder sonst eine Sauerei anrichtet?
Richtig: ihn zu neuen Bildern verarbeiten!
Auf diesem Wege ganz frisch geboren – meine neue Reihe „Original Sächs’sche Kaffee-Grotesken“ für alle Kaffee-Liebhaber und Freunde des Schalks in der Kunst. Und obendrein außerordentlich umweltfreundlich und olfaktorisch nicht uninteressant.
Der Name „Kaffee-Grotesken“ ist eine Hommage an die von mir sehr verehrten großen Meister der Renaissance, die bereits Grotesken-Malerei betrieben.
Projekt FACETTEN DER SCHÖPFUNG – Das Unsagbare in Form bringen
Ich arbeite mit wasserlöslichen Farben, Pflanzensäften oder Tee und Kaffee auf verschiedenen Papieren und Kartons. Aus Farbverläufen, die auf verschiedenen Wegen – wie etwa Frottagen – entstehen, lösen sich vor meinem Auge Wesen und ganze Szenen, die ich mit Stift und Pinsel manifestiere, so daß sie auch andere sehen können. Sie finden mich, weil sie wissen, daß ich weiß, daß sie da sind. Manche dieser so geschaffenen Welten verlangen nach einem goldenen Hintergrund, andere brauchen gar keinen.
Projekt DIE PFLANZEN DER NEUEN WELT
Wenn ich gerade keine Geschöpfe aus Farbflecken befreie, denke ich mir zum Beispiel Pflanzen aus, die das Leben vieler Wesen hier auf Erden entspannen und verschönern – wie etwa den EbaHuri-Baum. Seine Handball großen Früchte in rot und gelb schmecken roh nach Erdbeere bzw. Banane, gekocht oder gebraten wie Rind oder Huhn. Ihre Schale ist besser als Leder und die riesigen Blütenblätter ergeben getrocknet das feinste Papier der Welt. Er blüht und reift das ganze Jahr über und wirft jeden fertig abgeernteten Ast als komplettes Paneel ab. Diese Paneele ergeben ein hervorragendes Material für Möbel oder Häuser. Wenn ich alles zu Papier gebracht habe, werde ich es veröffentlichen und ich glaube, je mehr Menschen die neuen Pflanzen gesehen haben, desto eher werden sie auf unseren Wiesen wachsen. Glauben Sie nicht? Ich probiere es aus und bin schon sehr gespannt.
DIE SACHE MIT DER LIEBE
Eine wahre Geschichte zum Nachleben
Eines schönen Tages im Jahre 2019 hörte ich auf you+ube folgende Worte: „Wenn Du das nächste Mal das Haus verlässt: Schaue jeden an, der Dir begegnet und denke ,Ich liebe Dich‘. Du mußt es nicht fühlen oder laut sagen – denken reicht. Und guck‘, was passiert.“ Ich horchte auf und dachte, das paßt hervorragend in meine private Experimentierreihe zum schöneren Miteinander. Ein umfangreiches Versuchsfeld tat sich gleich am folgenden Tag auf. Zur Finanzierung meines späten Kunststudiums arbeitete ich in einem kleinen, privat geführten Fachgeschäft für Künstlerbedarf in der Innenstadt einer westdeutschen Millionenmetropole.
Ich ging also morgens los und die Zahl der Begegnungen steigerte sich gemächlich, so daß ich mich gut „einlieben“ konnte. Beim Umsteigen an einem Knotenpunkt sah es dann ganz anders aus. „Ich liebe Dich“, „Ich liebe Dich“, „liebe Dich, liebe Dich“ …… es kamen mir geschätzte 70 Leute entgegen, wovon mich keiner ansah. Ich liebte sie alle. Auch die Stadt-Tauben, die dafür offen waren. Plötzlich war mitten in der Menge ein breites Lächeln – ein junger Mann mit einen lustigen kleinen Hütchen sah mir im Vorbeigehen direkt ins Gesicht. Er blieb der einzige.
Meine Bahn kam, ich nahm an der Tür Platz und war schwer beschäftigt mit all den „Ich liebe Dichs“ in der Bahn, draußen vor den Fenstern, beim Ein- und Aussteigen der Fahrgäste.
Es heißt ja immer, das Universum (wahlweise Gott, die Quelle, die Engel) sendet einem ein Zeichen, wenn man sich nicht ganz sicher ist in seinem Tun. So sah ich mich bestätigt, als die Mädchen-Rehbock-Skulptur direkt an der Strecke mir heute einen dicken, knallroten Herzluftballon entgegen streckte – angespornt liebte ich weiter, was das Zeug hielt!
Wobei, das hätte ja auch Zufall gewesen sein können… Als hätte das Universum mein Zweifeln bemerkt, kam gleich darauf ein regelrechter Bestätigungs-Hammer: Kurz bevor ich aussteigen musße, steht plötzlich der junge Mann mit dem lustigen Hütchen (der vorhin an mir vorbei in die andere Richtung gelaufen war) direkt vor meinem Sitzplatz, schaut mich durchdringend an und sagt: „Was immer Du da tust, hör‘ nicht auf damit!“
Ich war völlig von der Rolle. Und noch heute rieselt es mir den Rücken rauf.
Es war klar, daß ich das alles noch vor Arbeitsbeginn meiner Kollegin erzählen mußte. Wir waren vier Mini-Jobber und alle sehr am Weg in die schönere Welt interessiert und tauschten uns regelmäßig über neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus. Daher war sie sofort Feuer und Flamme und wir beschlossen, den kompletten Tag mit Lieben zu verbringen – mit geeinter Kraft.
Wundervoll“ und „zauberhaft“ sind zwei sehr schwache Worte, um den Verlauf der nun folgenden Stunden zu beschreiben. Es war einfach unglaublich: Kunden blieben nach dem Bezahlen an der Kasse stehen und sagten irgendwann „Ich hab‘ zwar schon alles, aber es ist so schön bei Ihnen, man möchte gar nicht gehen.“ Sogar sonst schwierige Stammkunden hatten jeglichen Dünkel verloren und waren offensichtlich beglückt.
Am beeindruckendsten für mich waren die Reaktionen der Kinder. Sie sahen mich gebannt mit riesigen Augen an und wollten sich nicht wegbewegen. Ein Vater kam mit dem Kind auf den Schultern noch einmal wieder und meinte „Er wollte partout nochmal zu Ihnen und ließ sich nicht davon abbringen.“ Als wir uns nochmal ganz tief in die Augen geschaut hatten, konnte der Kleine gehen. Ich war bis ins Tiefste berührt.
Dieser Tag war eine Offenbarung. Es stand fest, daß das Liebe-denken-Schenken eine mächtige Kraft hat. Hoch potenziert durch nur zwei Liebende. Seither möchte ich wissen, was passiert, wenn nur mal einen Tag lang ALLE – oder auch nur hundert oder tausend Menschen einfach mal jeden lieben, dem sie begegnen (wie gesagt, die Worte denken reicht – das geht auch bei Leuten, bei denen es einem sonst schwer fallen würde :). Welche Kraft! Wie schnell würde sich die Erde heben?
Das ist der Grund, warum ich diese Geschichte aufgeschrieben habe. Und weil ich das Universum gefragt habe, was ich denn jetzt mal ganz direkt und konstruktiv selber tun kann, damit es schneller geht mit dem kollektiven Aufwachen und dem Beginn der neuen Zeit. Und weil die Antwort war: „Du tust es schon und nun schreib‘s auf und verteil‘ es an die Leute!“
In diesem Sinne: Danke für Deine Aufmerksamkeit und bis gleich in der neuen Welt.
Nachtrag: Heute ist mir endlich wieder eingefallen, wer die zündenden Worte damals sprach! Es war Sandra Weber (die manche vielleicht durch THEKI kennen) – mein ganz herzliches Dankeschön dafür an dieser Stelle an Dich, liebe Sandra.
Wie es zu den FACETTEN DER SCHÖPFUNG kam – die Langversion für interessierte Leser
Bis zum Beginn des Jahres 2019 habe ich so an der Welt gelitten, dass ich meine Arbeit unter dem Pseudonym Kato dazu benutzt habe, die Betrachter über all die Mißstände und Ungerechtigkeiten zu informieren. Um das ganz unmißverständlich tun zu können, habe ich für mein zweites Kunststudium ab 2015 gezielt Schulen gesucht, die das altmeisterliche Mal- und Zeichenhandwerk vermitteln. Diese habe ich erst in der Freien Kunstschule Köln und anschließend in der Fine Art Academy Cologne gefunden.
Je näher ich mir selbst komme, desto klarer ist mir, daß ich aufhören muss, gegen etwas zu sein und die Situationen, mit denen ich nicht einverstanden bin, nicht noch erst recht zu manifestieren, indem ich sie bildhaft festhalte und somit natürlich auch die Betrachter dazu bringe, sie durch ihre Aufmerksamkeit mit neuer Energie zu speisen.
Das führte dazu, dass ich Anfang 2019 von einer hartnäckigen Erkältung für vier Wochen auf mein Sofa gelegt wurde. Krank genug, liegen zu wollen – nicht so krank, den Drang zu Malen schwinden zu lassen. Und da kamen sie zu mir: meine Schöpferbilder.
Ich wollte unbedingt malen und da das im Liegen mit Ölfarbe extrem umständlich ist, erinnerte ich mich an ein bereits 2005 zufällig entdecktes Farb-Abenteuer, das jetzt geradezu wie gemacht für die Situation erschien: Ich hatte damals eine Glasplatte zum Mischen verwendet und zum ersten Reinigen immer ein Blatt Papier auf die Wasser-Farb-Mischung gelegt und wieder abgezogen. Eines morgens nach einer durchlesenen Nacht (es war gerade ein neuer Harry Potter rausgekommen) entdeckte ich in den Blättern viele spannende Wesen. Ganz schnell holte ich meine Buntstifte und zeichnete sie nach, malte sie aus dem Blatt heraus. Ich wußte ja schließlich nicht, wie lange der Zustand anhalten würde.
Inspiriert stand ich von meinem Sofa auf, „bekleckerte“ mir auf diese Art einen kleinen Stapel Papier, ließ die Blätter trocknen und verzog mich mit ihnen, einem Klemmbrett und all meinen Bunt- und Aquarellstiften aufs Krankenlager. Es war schon ein Wunder: In kürzester Zeit kamen durch mich zehn Bilder in die Welt, wie ich sie noch nirgendwo gesehen hatte. Und das Malen machte eine riesige Freude. Und – oh weiteres Wunder – sie kamen an, richtig gut sogar. Alle, denen ich sie zuerst zeigte riefen „Ah“ und „Guck mal dort“ und „da ist ja ein Einhorn und ein Krokodil…“ und „Das ist ja herrlich!“.
Spontan nannte ich sie „Schöpferbilder“, denn schließlich denke ich nicht „ich will jetzt das und das malen und es soll so und so aussehen“ und gehe dann ans Werk. Nein, es ist immer alles schon da und zeigt sich mir und ich mache es nur deutlicher sichtbar. So werden sie geschöpft, die Bilder mit den vielen Geschöpfen. Von unser aller Schöpfer und mir, die ich – wie wir alle – ja auch wieder Schöpfer bin;)
Und doch wurden sie recht bald noch einmal umbenannt, denn ein freundlicher Kollege machte mich wohlwollend darauf aufmerksam, daß der Name ungünstig sei, da viele denken könnten, ich sei größenwahnsinnig und hielte mich für Gott. Da habe ich die Serie umbenannt in „Facetten der Schöpfung“. Und damit kann ich gut leben.
Was können meine Bilder bewirken? Daß die Betrachter sich wohl fühlen, geborgen, die Freude empfinden, die ich beim Malen erlebe, eine Ahnung von den vielen Möglichkeiten bekommen, die uns allen in jedem Augenblick zur Verfügung stehen. Wir uns mit Freude jeden Moment entscheiden können für eine neue Welt voller Liebe, Respekt, Fülle, Freiheit, Kreativität, Individualität, Gleichwertigkeit und Miteinander. Wir uns erkennen im Ich-bin-Du.
Und ganz besondere Freude empfinde ich, wenn sich jemand mit mir über eines meiner Bilder unterhält und mir erzählt, was sie oder er darin entdeckt – wir finden immer Dinge, die wir selbst noch nicht gesehen haben. Es ist jedes mal eine große Bereicherung auf beiden Seiten und eine wunderbare gemeinsame Zeit! Danke.
Wie man daran sehr schön sieht, hat mich das MEHR zwischen Himmel und Erde und darüber hinaus schon immer am meisten interessiert.